Warum ein Grabstein, warum Bestattung auf dem Friedhof?

Friedhöfe sind nicht nur Orte, an denen Verstorbenen ihre letzte Ruhestätte finden, es sind bewusst angelegte Kulturräume mit klar umrissenen Gestaltungsvorgaben, in denen sich über die Jahrhunderte besondere Rituale, Sitten und Gebräuche entwickelt haben. Die Anerkennung von Friedhöfen als Kulturstätten spiegelt sich wider in vielen wissenschaftlichen Arbeiten und Büchern über die Friedhofskultur und nicht zuletzt in der Anerkennung der Friedhöfe als immaterielles Kulturerbe durch die Unesco.

Auf dem Friedhof wird Historie konkret erfahr- und erlebbar. Der Friedhof gilt seit Jahrhunderten als zentraler Ort des Totengedenkens.

Waldsterben, Alte Bäume
Umgefallener Baum

Erdbestattung und Feuerbestattung, Ökologie

In den Niederlanden gibt es seit geraumer Zeit eine Diskussion um die langfristige Umweltverträglichkeit von Totenaschen. Umweltschützer haben starke Veränderungen der Naturgrundstücke festgestellt, auf denen das Ausstreuen von Totenaschen erlaubt ist. Totenasche ist stark alkalisch und enthält teilweise mehr als die erlaubte Menge an Schwermetallen, vor allem Chrom VI . Das beeinflusst und schädigt den Boden und die Pflanzen, die darauf wachsen. Hier ist ein allmähliches Umdenken zu sehen, und wir sollten diese Erkenntnisse bei unseren Überlegungen berücksichtigen.

Viele Menschen kaufen sich schon bei Lebzeiten einen Platz für ihre Urne in einem Bestattungswald. In vielen Fällen wird aber aufgrund der Klimaveränderungen, die wir so drastisch erleben, der Baum schon früher gestorben sein als der Mensch. Das ist ein Aspekt, der uns nachdenklich stimmen sollte. Der zweite Aspekt: warum sollten wir mit unserer Asche die zum Teil schon stark angeschlagenen Wälder noch mehr belasten? Nicht zuletzt die Tatsache, dass in Deutschlands Seen und Flüssen das Ausstreuen von Totenasche verboten ist, lässt eindeutig erkennen, dass Bestattungen in Gewässern (das gilt auch für die ebenfalls beliebten Seebestattungen!) aus Gründen des Naturschutzes nicht optimal sind. Was für Gewässer gilt, gilt auch für die Böden in unseren Wäldern.

Auch ist die Urnenbeisetzung durch die vorausgehende Kremation mit hohen Umweltbelastungen verbunden, unter anderem wegen des hohen Energiebedarfs bei der Verbrennung bei Temperaturen von 900 Grad Celsius. Die hochgiftigen Filter der Krematorien müssen unter großen Sicherheitsvorkehrungen gelagert werden - sie enden in unterirdischen Endlagern direkt neben dem radioaktiven Abfall der Atomindustrie. Das zeigt, wie umweltschädlich diese Rückstände aus der Kremation sind.

Unter Betrachtung von Nachhaltigkeit und Ökologie ist die Erdbestattung die unserer Meinung nach umweltverträglichste Art der Bestattung, vorausgesetzt, dass im Sarg nur natürlich abbaubare Materialien genutzt werden. Hier gibt es noch viel Aufklärungs-und Änderungsbedarf! 

 

Zitate frei nach ‚Zukunft Friedhof – 99 Fragen zum deutschen Friedhofswesen‘ -  Autor: Frank Winter

 

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